
haben wir unser neues Bad.
Meine Männer sind fleißig dabei, Leitungen zu löten und Fliesen zu legen. Ich freue mich schon so auf meine Rainshower!
Außer Spaß und Blödelei auch Gedanken weitergeben und erfahren, die unter die Haut gehen, nicht abperlen, das Innere spiegeln ...
Das Jahr 1958 katapultierte ein paar Menschen ans Licht der Welt, deren Biografien nicht unterschiedlicher hätten sein können. Nur ein runder Geburtstag eint uns – ein halbes Jahrhundert auf diesem schönen Planeten zu sein. Die beiden namentlich genannten sind Künstler mit Talent, mit Erfolg, Reichtum und Schönheit gesegnet (obwohl – bei M.J. bin ich mir da nicht mehr so sicher).
Und doch würde ich um nichts in der Welt mit ihnen tauschen mögen.
Denn der gravierende Unterschied zwischen ihnen und mir liegt nicht in den genannten Gaben. Sondern darin, dass sie nicht haben reifen können (oder dürfen?). Ihre schwierigen und bedrückenden, beengten und harten Kindheiten liegen auf ihnen wie zentnerschwere Lasten, die sie zwar (auch in ihrer Kunst) zu verarbeiten suchen. Doch gerade bei Madonna fällt auf, dass sie über eine rebellisch-pubertäre Herangehensweise an die Themen Sexualität und Religion einfach nicht hinaus kommt. Provokation und Blasphemie sind weder geeignete Mittel zur ernsthaften Auseinandersetzung noch beinhalten sie eine Chance zur Heilung verzerrter Prägungen. Es ist klar, dass die Antriebskraft zu diesen Ausdrucksformen nicht nur "sex sells" ist. Eine ernsthafte Künstlerin würde sich auf diese Formel nicht einlassen, wenn nicht auch noch andere, viel stärkere Kräfte dahinter stünden.
Und die Biografie von Michael Jackson spricht für sich.
Mir kommt der Verdacht, dass Erfolg und Ruhm nur weitere Peitschenschwinger sind (so wie ehemals die Väter?) und wohl eher verhindern, ein erwachsener und reifer Mensch zu werden, der mit seiner Vergangenheit versöhnt ist. Sie sitzen im Gefängnis ihrer eigenen Geschichte und finden nicht heraus. Und als Gurus und Vorbilder taugen sie daher natürlich auch nicht, was ich als schmerzlich empfinde bei so viel Potential und Talent.
Was mich zu der Frage bringt, womit ich es verdient habe, ein Umfeld zu erhalten, in dem ich mich entwickeln durfte und Heilung von so manchen inneren Verbiegungen erfahren durfte und immer noch darf. Mit nichts. Es ist reine Gnade ...
Gestern Nacht sah ich mir einen Film über die Zusammensetzung des Weltalls an. Ich liebe es, mir etwas anzusehen, was ich nicht auch nur im Entferntesten verstehe. Das rückt doch die Relation von Mensch, Schöpfung und Gott in gesunde Proportionen.
... so schien es heute jedenfalls. Denn heute war der Tag der Unfälle.
Schon gestern kübelte der Regen auf Cuxhaven. Die angenehme Seite: in der Hütte sitzen und den Naturgewalten zuschauen. Donner, Blitze, Windböen, die die Bäume erzittern ließen und das Wasser über die Wege peitschte. Die unangenehme Seite: unser Keller stand unter Wasser, und wir mussten ihn mühsam trocken legen.
Sommer ist nicht gleich Sommer.
brennt gnadenlos, ich schiebe den Mäher durchs knöcheltiefe Gras. Schweißtropfen rinnen in die Augen und brennen. Es duftet nach frisch geschnittener Wiese, und wenn ich an das Kräuterbeet stoße, steigen Aromawolken von Minze und Zitronenmelisse auf. Der Sommerflieder zieht magisch Schwärme von Pfauenaugen und Zitronenfaltern an. Ein Frosch, der im Schatten Zuflucht vor der Hitze gesucht hatte, springt erschrocken davon, als ich mich nähere.
Dieses aus der Feder von Ben Jonson stammende Motto ist auf den Dichter John Donne gemünzt, einem lange in Vergessenheit geratenen und heute mühsam wiederentdeckten Zeitgenossen Shakespeares. Mühsam deswegen, weil er ein zwar brillianter, aber schwer verständlicher Lyriker, Satiriker - und Geistlicher ist. Seine Gedichte sind voller Anspielungen, Paradoxien, Projektionen, Metaphorik, Polemik und maßlosen Übersteigerungen, die sich dem Leser zum Teil nur in den historischen Zusammenhängen Englands in der Jahrhundertwende um 1600 erschließen. Trotzdem ist er ein moderner Dichter, weit seiner Zeit voraus. Seine Sprache ist zuweilen brutal offen, mit frivolen und und unverhohlen erotischen Anspielungen, die aber wiederum nur Symbol für tiefer liegende Empfindungen sind. Seine Hauptthemen sind Liebe, göttliche wie menschliche (wobei er kühn eine transzendente, heilige Erotik und gleichzeitig eine erotisierte Gottesliebe formuliert) sowie Abschied und Tod.