Sonntag, 9. September 2007
Schlechte Laune?
http://www.collegehumor.com/video:1774319
Wenn das nichts hilft, dann bitte diesen hier versuchen:
http://www.collegehumor.com/video:1774105
Dienstag, 4. September 2007
"Am Ende des Weges"
Heinrich Albertz, Jahrg. 1915, gest. '93, war von '39 bis '41 Pfarrer der Bekennenden Kirche, bevor er verhaftet wurde; später ('66/'67) war er regierender Bürgermeister von Berlin. In seinen letzten Jahren lebte er zusammen mit seiner Frau bewusst unter alten Menschen in einem Wohnheim in Bremen.
Heinrich Albertz '83 auf einer FriedensdemoIn diesem '89 veröffentlichten Buch reflektiert er übers Älterwerden, über das Alter überhaupt, über das Mit- und Nebeneinander der Generationen. Es ist als Tagebuch geschrieben, wobei sich alltägliche Geschehenisse und Begegnungen mit der Rückschau auf politische und persönliche Ereignisse abwechseln. Ein ehrliches Buch, bescheiden, eigene Grenzen annehmend, gleichzeitig beobachtend, wach. Der Bericht eines "zurückgenommenen Lebens", angesichts des Todes.
"Nichts ist schöner, als mit dir in der Abendsonne auf einer Bank zu sitzen - dicht am Haus vor unserer schönen Wiese, in dem herrlichen Park ganz in unserer Nähe, im alten Riensberger Friedhof. Wir erzählen uns die alten Geschichten, von Glück und Unglück in unserem Leben, von Kindern und Enkeln. ..." Und er spricht vom 90. Psalm, diesem schönen Text von "Anfang und Ende, von Leben und Sterben, von Zeit und Ewigkeit". - So schön, so zu Herzen gehend, dass mir die Tränen kommen ...
Mittwoch, 29. August 2007
O du schöne Weihnachtszeit ...

Die Tage werden kürzer, okay. Frühmorgens hängen Nebelschwaden über den Feldern, na gut. Die ersten Blätter fallen von den Bäumen, sicher.
Aber IST DAS EIN GRUND, jetzt, Ende August, vier Monate vor Weihnachten, Spekulatius, Lebkuchen & Co. in die Regale der Supermärkte zu platzieren???
Ich rege mich jedes Jahr erneut darüber auf. Es verdirbt Kindern die Vorfreude und mir die Lust auf die Vorweihnachtszeit. Wenn man monatelang das Zeug dort liegen sieht, dann kann man es spätestens Mitte November nicht mehr ertragen. Dabei liebe ich die Adventszeit normalerweise über alles. Doch das inflationäre und unzeitgemäße Angebot der entsprechenden Utensilien macht mir das Ganze doch etwas madig. Da hilft es auch nichts, den Kauf dieser Waren bis Anfang Dezember zu boykottieren. Es verfolgt einen halt trotzdem auf Schritt und Tritt ...
Dienstag, 21. August 2007
"Uno!"

Wenn dieses zwischen Hartmut und mir verabredete Stichwort durch die Wohnung schallt, ist es für mich dringend an der Zeit, in den Keller zu gehen, die Wäsche von der Leine zu nehmen und eine neue Partie Wäsche zu waschen. Denn "Uno!" ist das Zeichen, dass mein lieber Mann gerade seine letzte Unterhose der Schublade entnommen hat.
Es ist auch das Zeichen, dass ich mal wieder mit meinem Haushalt hinterher hinke. Ein langes Arbeitswochenende (Freitag bis Montag) von täglich 8:00 bis 18:00 Uhr verhindert ein reibungsloses Hausfrauendasein. Da Hartmut solche Ehefrauabwesenheitszeiten (was für ein Wort!) gerne nutzt, um intensiv an unserer Hütte weiter zu arbeiten, kann auch er sich nicht statt meiner um solch profane Dinge wie Wäsche oder staubsaugen kümmern.
So ist der Dienstag oft ein Haushaltstag für mich. Heute kommt die schöne Aufgabe "Äpfel pflücken" dazu. Sie sind reif! Das Fallobst hat Hartmut immerhin bereits zu einem wunderbaren Apfelkuchen verarbeitet. Großes Lob! Ich werde heute meine berühmte Apfel-Curry-Suppe kochen. Und Apfelmus. In großen Mengen.
Reife Äpfel läuten für mich immer das große Sommerfinale ein. Was okay ist, wäre da ein Sommer gewesen! Nun hoffe ich auf einen schönen Herbstzauber!
Dienstag, 14. August 2007
Unsere wilde Hummel ...

Was soll man über unser Mädel schreiben? Da reicht eine Seite ja gar nicht aus! Sie ist unser Sonnenschein mit kämpferischem Wesen, ein guter Kumpel, feinfühlig und zärtlich, hilfsbereit und anpackend, hübsch und humorvoll, kreativ und für Ungewöhnliches zu haben, abenteuerlustig und stark, sensibel und herzlich, ernst und bereit für alle Späße der Welt, sie kann austeilen und einstecken. Ein Dickkopf, wenn's um wichtige Sachen geht, ansonsten anpassungfähig und pflegeleicht. Ein Mensch, der Freude bereitet, nur einfach dadurch, dass er da ist. Allein wenn man in ihre blauen Augen schaut, geht einem schon das Herz auf ...
Okay, okay, ich hör schon auf, wir sind halt ihre Eltern (hoffe, das hier ist dir nicht zu peinlich, Maus!). Wünschen dir einen wundervollen Tag und danken Gott, dass es dich gibt!
Wir haben dich lieb!
Donnerstag, 9. August 2007
Wie lange braucht ein Mensch zum Sterben?
Mir kamen sofort die Gedanken an meinen Vater hoch. Er brauchte zwei Wochen zum Sterben. Ich durfte ihn noch pflegen und mich in Ruhe von ihm verabschieden. Zwei Wochen sind eine gute Zeit. Nicht zu lang und nicht zu plötzlich. Und doch tut es wieder weh, wenn ich daran denke ...
In der Nacht konnte ich nicht schlafen. Mir ist mal wieder schmerzlich bewusst geworden, wie endlich alles ist. Wie oft wir Abschied nehmen müssen. In meinem Alter werden Abschiede zunehmen ... Der Takt beschleunigt sich. Mit wieviel Unwichtigem wir uns so beschäftigen angesichts der Tatsache, dass der Tod jederzeit zuschlagen könnte! Trotz Glauben an ein ewiges und besseres Leben empfinde ich wie viele Leute den Tod als ein Affront, als bösen Bruch, als Feind. Was er ja auch ist, wenn wir das Leben und Menschen lieben.
Ob es uns - mir - gelingt, aus diesem Wissen Nutzen zu ziehen? Uns das Leben nicht mit unwichtigen Streitereien, Undankbarkeiten, Nervereien und Unzufriedenheiten zu versauern?
Sonntag, 5. August 2007
Morgens um sieben ....

Vier Elstern sitzen in den Zweigen des abgestorbenen Birnbaums und halten eine konspirative Sitzung ab. Ein Taubenpärchen gurrt sich unterdessen verliebte Laute zu. Ringelblumen blühen still und bescheiden auf dem Beet, das eigentlich ein kleiner Gemüsegarten werden sollte. Die Hortensien dagegen stellen stolz ihre überbordende pinkfarbene Blütenpracht zur Schau.
Der Froschkönig ist auf dem Weg zu seiner Zinkwanne, um wie jeden Mogen vergeblich nach einer goldenen Kugel zu tauchen. In der Pfütze vom längst vergessenen letzten Regenschauer nimmt eine hübsche Amsel ihr Morgenbad. Zwei Möven sind auf Landausflug und kreischen hoch in der Luft ihren gefiederten Genossen einen seemännischen Gruß zu. Zitronenmelisse, Lavendel, Rosmarin und Minze fechten einen Wettbewerb um den schönsten Duft aus und die kleinen Buschröschen blicken bewundernd zu ihrem Vorbild, der roten Edelrose auf.
Lust der Augen, Genuss für Nase und Ohren, Morgenkühle auf der Haut.
Plötzlich klappt laut eine Tür und die Nachbarin ruft einigen kommenden Bauarbeitern Anweisungen zu. Der Zauber ist gebrochen. Ich nehme meine leere Kaffetasse vom Terrassentisch und gehe ins Haus, um mich für die Arbeit fertig zu machen.
Sonntag, 29. Juli 2007
Unsere Mülltonne
Wir hatten eine schöne Woche zusammen, eine Mischung aus Urlaub und gemeinsamer Arbeit an unserer Hütte. Sebo, Mareike und Sara haben dort bereits mehrmals auf der Schlafebene genächtigt und sich sehr wohl gefühlt. In den nächsten Tagen ist die letzte Deckenverkleidung und Rest tapezieren dran, anschließend kommt der Fußboden rein. Und dann kommt das Schönste: Einrichten!
Mareike hat den bornholmroten Anstrich außen vollendet, vor der Hütte steht der Apfelbaum, voll beladen mit bald reifen Früchten; Lavendel, Rosen und Phlox blühen, und alles sieht wunderbar wild romatisch und verwunschen aus.
Die Zeit mit Sara war mir sehr kostbar. Wie schnell man sich an so ein kleines Wesen gewöhnt, wenn man es jeden Tag um sich hat! Einmal habe ich sie auf dem Arm, rede ein bißchen mit ihr, und plötzlich steigt aus den Tiefen meiner Seele ein heißes Gefühl wie ein isländischer Geiser auf, zu Worten kristallisiert: "Ich hab' dich so lieb, kleiner Schatz!" und mir schießen die Tränen in die Augen. Ich bin verliebt.
Da Freud und Leid immer nahe beieinander liegen, kann leider die andere Seite auch nicht fehlen: Der routinemäßige Besuch beim Arzt war nicht so erfreulich. Ein seit Monaten beständig abnehmender und nun ein so stark zurückgegangener Hämoglobinwert, dass man ihn nicht länger ignorieren darf: Ich muss unbedingt ein Eisenpräparat nehmen. Welches sich nicht mit meinen Schilddrüsenhormonen verträgt, die ich wegen Unterversorgung nehmen muss. Was heißt, dass ich sie in einem zeitlichen Abstand voneinander schlucken muss, was wiederum bedeutet, dass ich nun vier (4!) Mal täglich Pillenzeugs einwerfen muss. Außerdem bekam ich mal wieder ein neues Medikament verschrieben, weil mein Bluthochdruck bisher einfach nicht in den Griff zu kriegen war. Dieses jedoch beeinträchtigt wiederum meinen Elektrolythaushalt, insbesondere läßt es die Bestände an Calcium und Magnesium in meinem Körper sinken, welche ich doch so dringend brauche, weil ich nachts so häufig Wadenkrämpfe bekomme. Also muss ich wohl auch dafür ergänzende Mittel nehmen. Ich benötige bald keine Mahlzeiten mehr. Die Tabletten reichen als Sättigungsmittel völlig aus.
Ich hasse das! Ich rauche nicht, ich trinke nicht, aber ich bin gezwungenermaßen von Tabletten abhängig. Was ich nicht will! Aber nicht anders geht. Sch...!
Immerhin war mein Blutzuckerwert in Ordnung. Wenigstens etwas. Steckt eben harte Disziplin und Verzicht dahinter. Mein Sohn rät mir zusätzlich zu mehr Sport. Ich weiß! Ich weiß! Gut zum weiter Abnehmen und für den Blutdruck. Aber nach 8 Stunden Turnen hinter dem Rezeptionstresen mag ich einfach nicht mehr. Und durch die fehlenden roten Blutkörperchen bin ich immer soooo müde! Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Schätze, das wird mein nächstes Feld werden, das ich zu beackern habe ...
Sonntag, 22. Juli 2007
Kinder, Kinder ...
Außerdem fand am Samstag die Hochzeit von Kristin (ehemals Eggers) und Kai Flottmann statt, auf der wir eingeladen waren.
In all dem Trubel und der Freude über Kinder und Enkelkind bin ich nach wie vor in nachdenklicher Stimmung. Irgendetwas arbeitet in mir, es hat u.a. etwas - wie bereits angesprochen - mit der Gestaltung der Zukunft zu tun. Aber da ist auch eine ganz leise Traurigkeit darin, die ich noch nicht richtig einordnen kann, weil mein äußeres Leben zur Zeit recht rund läuft.
Doch damit werde ich mich wohl später auseinander setzen. Jetzt ist erst mal Familie dran und meine Arbeit ...
Sonntag, 8. Juli 2007
Weite Kornfelder

mit vielen Mohnblumen - das wird mir von unserem Kurztripp wohl am meisten in Erinnerung bleiben. Die mecklenburgische Landschaft hat mich zuweilen sogar entfernt an die Toskana erinnert: die sanften Hügel mit vereinzelten Bäumen oder Baumgruppen am Horizont und der weite nolde'sche Himmel drüber. Schön!
Klasse Unterkunft in einem 250 Jahre alten, sehr gut restaurierten Fachwerkhaus mit Bauerngarten und altem Baumbestand.
Wismar selbst sehr nett, mittelalterlich, kleiner als ich dachte.
Für Hartmut und mich insgesamt eine sehr entspannte Zeit. Wir waren uns einig: Kein Soll-Programm, sondern sich einfach nach Lust und Laune treiben lassen. Das hat uns gut getan.
Rückfahrt über Hamburg, Sebo, Mareike und Sara besucht. Wir sind erneut begeistert von unserer Enkelin.
Jetzt kann (und wird!) der Alltag wieder kommen.
